Der Schulweg und das Recht auf Bildung

Lisa Fahrni

Anhand des Fallbeispiels eines Gerichtsfalls zur Gefährlichkeit und Länge des Schulweges zweier Schülerinnen gehen wir den Fragen nach, was der Schulweg mit dem Recht auf Bildung zu tun hat, was das Recht auf Bildung genau bedeutet und wie die Pflichten des Staates zur Umsetzung dieses Rechts aussehen. Die Frage werden aus der politischen Perspektive der Basiskonzepte Recht und Gemeinwohl betrachtet. Als Grundlage dafür stehen verschiedene Quellen sowie Leitfragen zur schrittweisen Heranführung an die Thematik zur Verfügung. Die Schüler*innen lernen die Grenzen der Ansprüche kennen, die Menschen- und Grundrechte begründen und üben das Verhalten in Diskussionen.

Foto von Kento Hirasue auf Unsplash

Eckdaten

Stufe:Sek I
Dauer: 45–90 Minuten

Weitere Lehrplanbezüge:

  • D.1.D.1: Hörverhalten und -interesse reflektieren
  • D.2.B.1: Informationen aus Sachtexten entnehmen
  • D.3.C.1: Aktiv an einem Dialog beteiligen
  • D.3.D.1: Sprech-, Präsentations- und Gesprächsverhalten reflektieren
  • MI.1.2: Medien und Medienbeiträge entschlüsseln, reflektieren und nutzen

Leitfrage

Was hat mein Schulweg mit einem Menschenrecht zu tun?

Ablauf

Dauer: 45–90 Min.

Einstieg

Plenum

Arbeitsauftrag

Erfasst den Inhalt der beschriebenen Situation. Worum geht es hier?

Material


Subjektive Auseinandersetzung mit dem Fall

Zweiergruppe

Arbeitsauftrag 1

Diskutiert zu zweit:
  1. Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr so einen Schulweg wie die beiden Mädchen hättet?
  2. Was für Möglichkeiten gibt es, die Zeit des Schulweges für die Mädchen zu verkürzen?
  3. Was für Möglichkeiten gibt es, den Weg weniger gefährlich zu gestalten?

Arbeitsauftrag 2

Kurzes Zusammentragen der Diskussionsergebnisse im Plenum

Material


Heranführung an das Recht auf Bildung und seine inhaltlichen Garantien

Plenum

Arbeitsauftrag

Lest den Gerichtsentscheid und beantwortet folgende Fragen:
  1. Welche Gründe werden im Gerichtsurteil dafür genannt, dass der Kanton die Schulwegkosten übernehmen muss?
  2. Auf welches Menschenrecht verweist das Gerichtsurteil, wenn es begründet, warum der Kanton die Schulwegkosten übernehmen muss?

Material


Vertiefte Auseinandersetzung mit dem Recht auf Bildung

Einzelarbeit

Arbeitsauftrag

Lest die Materialien zum Recht auf Bildung durch. Haltet im Antwortbogen in eigenen Worten fest:
  1. Wer hat ein Recht auf Bildung?
  2. Wozu gibt es das Recht auf Bildung? Was ist das Ziel?
  3. Beinhaltet das Recht auf Bildung auch Pflichten für Kinder und deren Eltern? Falls ja, welche?
  4. Was für verschiedene Pflichten und Aufgaben müssen der Schweizer Staat und die öffentlichen Schulen erfüllen, damit das Recht auf Bildung umgesetzt ist?
  5. Welche staatliche Pflicht ist für den Fall der beiden Schülerinnen relevant?

Material

Mat. C: Das Recht auf Bildung

Auseinandersetzung mit verschiedenen Perspektiven zum Problem des Schulweges in Eptingen

Im Plenum ein Video anschauen.

Arbeitsauftrag

Nun schauen wir uns an:
  1. Was sagt die betroffene Gemeinde zum Problem des Schulweges?
  2. Was schlagen die Eltern für eine Lösung vor?
Macht euch Notizen.

Material


Vorbereitung der Zick-Zack-Debatte

Plenum

Arbeitsauftrag

Überlegt euch: Wäre ein Schulbus die Lösung? Und haben die Mädchen ein Anrecht darauf? Zuerst werden zwei Gruppen gebildet. Gruppe 1 vertritt die Gemeinde, Gruppe 2 vertritt die Eltern. Die Gruppen bereiten ihre jeweiligen Argumente für die Zick-Zack-Debatte vor.

Material


Zick-Zack-Debatte

Plenum

Arbeitsauftrag

Vorgehen nach dem Methodentext Zick-Zack-Debatte. Die Debatte dreht sich um folgende Entscheidungsfragen: Wäre ein Schulbus die Lösung? Und haben die Mädchen ein Anrecht darauf?

Material


Reflexion über die Debatte und Abschluss

Plenum
Nach oben scrollen